Jürgen Kettner
Stopp zweiundfünfzig führt uns nach Essen-Werden, ins Kettner's Kamota zum crazy Ösi. Seit 2022 bin ich hier regelmäßig zu Gast, und auf der SeaFoodie-Tour ist Jürgen Kettner längst kein Neuling mehr.
Das Produkt: eine wildgefangene Seeforelle aus Kärnten. Für einen Österreicher also ein Heimspiel.
Sie ist keine eigene Art, sondern eine Bachforelle, die in den See gezogen ist und dort zum Räuber wird. Deshalb bringt sie ein paar Kilo auf die Waage statt ein paar hundert Gramm. Silbrig, dunkle X auf der Flanke, das Fleisch zieht ins Rosa.
Ins Haus gebracht hat sie wie immer Zeelandia van Belzen. Diesmal ausnahmsweise kein Gold aus dem Meer, sondern aus dem See.
Und was macht Jürgen daraus? Einen „McFlurry“. So verrückt wie immer. Schaut selbst.


Das Produkt — Seeforelle
Salmo trutta lacustris – Die Bachforelle, die zum Seeräuber wurde
Die Seeforelle ist keine eigene Art, sondern eine Bachforelle, die in den See gezogen ist und dort zum Räuber wird. Genau das macht den Unterschied: Statt ein paar hundert Gramm bringt sie ein paar Kilo auf die Waage. Erkennbar ist sie an ihrem silbrigen Körper mit den dunklen, X-förmigen Flecken auf der Flanke; ihr Fleisch zieht je nach Nahrung ins Rosa. Zu Hause ist sie in den tiefen, kalten Alpenseen – in Kärnten gehört sie zu den geschätztesten Speisefischen überhaupt. Wildgefangene Exemplare sind selten und entsprechend begehrt. Geschmacklich liegt sie zwischen Bachforelle und Lachs: feiner und zarter als ihre Verwandten aus dem Bach, dabei aromatischer und mit festerem Biss als Zuchtware. Ein Süßwasserfisch, der sich vor keinem Meeresprodukt verstecken muss.