Arfan Khan
Stopp einundfünfzig führt uns ins nördliche Ruhrgebiet, nach Recklinghausen – ins Engels in der Burg, beheimatet im Parkhotel Engelsburg, einem alten Herrenhaus mit Charme. Am Herd steht Arfan Khan, und auch er feiert Premiere auf der SeaFoodie-Tour. Willkommen in der Familie.
Das Produkt diesmal: ein Steinköhler. Wer bei Stopp siebenundvierzig aufgepasst hat, ahnt es – schon wieder so ein Name. Damals ging es um Kohlenfisch und Köhler, diesmal stimmt die Verwandtschaft aber wirklich: Der Steinköhler ist der helle Bruder des Köhlers, besser bekannt als Pollack, im Handel „Heller Seelachs“.
Das „Stein“ trägt er zu Recht: Er steht an Steilküsten, Riffen und Wracks, vom Nordostatlantik bis in die Nordsee – meist um die 75 Zentimeter, im Ausnahmefall bis 1,30 Meter. Erkennen kann ihn jeder an der Seitenlinie: beim Köhler schnurgerade, bei ihm ein Bogen über der Brustflosse. Und er ist ein bequemer Räuber – er stellt sich in die Strömung und lässt sich die Beute vor das Maul treiben.
Bei Anglern heiß begehrt, im Handel viel zu selten – wer ihn auf der Karte findet, hat Glück gehabt.
Ins Haus gebracht hat ihn wie immer Zeelandia van Belzen – echtes „Gold aus dem Meer“.
Arfan hat ihn ganz seiner Handschrift entsprechend auf den Teller gebracht. Schaut selbst.


Das Produkt — Steinköhler
Pollachius pollachius – Pollack, der helle Bruder des Köhlers
Beim Steinköhler führt schon der Name in die Irre. Er ist der helle Bruder des Köhlers und besser bekannt als Pollack; im Handel läuft er als „Heller Seelachs“. Mit dem Köhler, der als Seelachs in der Theke liegt, ist er zwar verwandt, aber eben nicht identisch – zwei eigenständige Arten derselben Gattung. Das „Stein“ trägt er zu Recht: Er steht an Steilküsten, Riffen und Wracks, vom Nordostatlantik bis in die Nordsee. Meist misst er um die 75 Zentimeter, im Ausnahmefall bis 1,30 Meter. Erkennen kann ihn jeder an der Seitenlinie: Beim Köhler verläuft sie schnurgerade, beim Pollack bildet sie einen deutlichen Bogen über der Brustflosse. Und er ist ein bequemer Räuber – er stellt sich in die Strömung und lässt sich die Beute vor das Maul treiben. Sein Fleisch ist hell, fest und feinblättrig, im Geschmack milder und feiner als das des Köhlers. Bei Anglern ist er heiß begehrt, im Handel dagegen viel zu selten – wer ihn auf der Karte findet, hat Glück gehabt.